Auszug aus dem Bericht der PNP vom 9.5.14

Gumpersdorf. Eine Info-Veranstaltung mit MdB Max Straubinger hat der Förderverein Ortsumgehung Gumpersdorf kürzlich im Sportheim abgehalten.

Eingangs gaben Vorstand Walter Meier und dessen Stellvertreter Norbert Püschel den jetzigen Sachstand bei der Ortsumgehung von Gumpersdorf bekannt. Ihr Ziel ist es, künftig regelmäßig eine Infoveranstaltung abzuhalten. Anschließend gaben sie das Wort an Max Straubinger weiter. Der Abgeordnete berichtete, dass die Umgehung in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen sei. Der Entwurf liege momentan zur Prüfung beim Bundesverkehrsministerium in Berlin. Diese werde voraussichtlich Ende 2014 oder Anfang 2015 abgeschlossen.

Straubinger versprach, hier am Ball zu bleiben. Er unterstrich die überregionale Bedeutung der B20 als kürzeste Nord-Süd-Verbindung. Darum werde das Verkehrsaufkommen immer mehr. Laut einer Messung passieren die Ortschaft Gumpersdorf rund 8000 Fahrzeuge pro Tag. Er versprach, sich weiterhin für den Bau der Umgehung einzusetzen.

In der folgenden Diskussion wies Herbert Willmerdinger darauf hin, dass durch die Inbetriebnahme des Güterterminals in Burghausen der Verkehr mit Sicherheit weiter zunehmen werde. Auch der geplante dreispurige Ausbau des Burghauser Waldes bereitete ihm in dieser Hinsicht Sorgen. Zur Sprache kam auch die Maut. Deren Einführung sei aber auf Bundesstraßen nicht möglich, sagte Straubinger.

Kopfzerbrechen bereitet einigen Anliegern der geplanten Trasse der Lärmschutz. Straubinger meinte, ein gewisser Lärmpegel sei erlaubt. Eine entsprechende Lärmschutzwand werde aber gebaut, wenn es notwendig sei. Aber diese Entscheidung falle erst zum Ende des Verfahrens. Davor müsse im Planfeststellungsverfahren erst über den Verlauf der Umgehung entschieden werden. Ein Besucher merkte mit Blick auf die derzeit favorisierte Lösung kritisch an, dass eine Umgehung außerhalb des Ortes verlaufen müsse.

Abschließend zeigte sich Straubinger optimistisch: "Der Weg ist bestritten, und nun wollen wir eine Realisierung in die Tat umsetzen." Er hoffe, dass die Bürger in Gumpersdorf bald vom Verkehr entlastet werden. Begrüßt wurde bei der Veranstaltung auch Bürgermeister Werner Lechl.

 

Fördervereins-Vorsitzender Walter Meier (l.) bedankte sich bei MdB Max Straubinger für die Informationen.
 − Foto: Schleindlsperger