20.10.07
‚Die Wahrheit über die Umgehungsstraße’

Unter diesem etwas reißerischen Titel möchte ich die aktuelle Diskussion der Politiker in der Presse so versachlichen,
wie es der Bürger eigentlich von seinen gewählten Abgeordneten erwartet, damit die Politik wieder glaubwürdig wird!

Herrn Pronold gebührt ohne Zweifel der Verdienst, mit seiner Versammlung im März 2006 das Problem ins öffentliche
Bewußtsein gebracht zu haben. Seine Forderung zur Straßensperrung war und ist aber offensichtlich unrealistisch, wie
eine Fachstellenbesprechung des Landratsamts Rottal-Inn im Januar 2007 ergeben hat. Er hat uns ja auch bis heute nicht
verraten, wohin denn der Verkehr konkret umgeleitet werden soll, d.h. welche Nachbargemeinden er denn mit den Lastwagen
beglücken will. (Die Unterdrückung der Mautflucht würde, wenn rechtlich machbar, nur 5 – 10 % Entlastung bringen.)
Die Straßenverlegung war und ist für ihn nur ein vages fernes Ziel.

Unser Gemeinderat hat dankenswerterweise das brennende Problem aufgegriffen und unter der Regie von Herrn
Bürgermeister Matzeder sehr rasch und einstimmig die Straßenverlegung beantragt. Das haben die Bürgermeister und
Gemeinderäte davor jahrzehntelang nicht geschafft!

Das staatliche Bauamt in Pfarrkirchen hat die Dringlichkeit der Straßenverlegung sofort akzeptiert und arbeitet seither
mit Hochdruck an dem Thema. Die Planung ist bisher bestmöglich vorangekommen.

Landrätin Bruni Mayer und der Kreisrat haben ebenfalls der Straßenverlegung ihre volle Unterstützung zugesagt.

Den Förderverein haben einige engagierte Bürger von Gumpersdorf gegründet, damit die Straßenverlegung, ein Projekt
von zehn oder mehr Jahren Dauer, nicht wieder in Vergessenheit gerät, sondern möglichst zügig und möglichst einvernehmlich
umgesetzt wird. Der Förderverein ist parteiunabhängig, er ist froh um jede tatkräftige Unterstützung des Projekts seitens
der Politik, von welcher Seite auch immer.

Unsere Landtagsabgeordnete Reserl Sem hat seit April 2007 das Projekt nicht nur mit Worten, sondern auch mit
eindrucksvollen Taten unterstützt, so daß durch die Bayerische Staatsregierung optimale Voraussetzungen für die
Planungsaufgaben des Bauamts und die Realisierungschancen der Straßenverlegung geschaffen wurden.

Unter dem Strich ist die aktuelle Präsenz der Straßenverlegung in der Presse natürlich sehr gut, denn so bleibt das Problem
der Gumpersdorfer Bürger mit dem gewaltigen LKW-Verkehr im öffentlichen Bewußtsein.

Die Gumpersdorfer Bürger müssen sich aber nach wie vor in Geduld üben: Was jahrzehntelang verschlafen wurde,
braucht auch dann noch viele Jahre, wenn nun endlich alle an einem Strang ziehen.


Günter Dedié
(ein Gründungsmitglied des Fördervereins)