Sechs Jahre Förderverein, der Bürgermeister übernimmt die Verantwortung

Der Förderverein Umgehungsstraße Gumpersdorf e.V. wurde vor sechs Jahren gegründet und freut sich über eine sehr erfolgreiche
Arbeit. Nach dem einstimmigen Beschluss des Zeilarner Gemeinderats, die Umgehung zu beantragen, hat der Förderverein mit
Unterstützung der Politik ganz erheblich zur Priorisierung und zum raschen Fortschritt des Projekts beigetragen. Nach jahrelangem
Zögern haben sich seit einigen Monaten nun auch der Bürgermeister Ludwig Matzeder und der Gemeinderat zur geplanten Umgehung
bekannt und begonnen, die Verantwortung zu übernehmen.

Die Bekanntmachung des Vorentwurfs durch das Staatliche Bauamt Pfarrkirchen ist allerdings längst überfällig, im besten Fall, weil sich
der Bürgermeister noch für einen besseren Lärmschutz einsetzt, aber vielleicht auch aus anderen Gründen. Deswegen haben natürlich
die Gerüchte wieder Konjunktur: Die Brücken seien zu hoch, der Lärmschutz zu gering usw. Für die Gumpersdorfer bedeutet die
Umgehung aber nicht, dass es zwei stark befahrene Strassen gibt, sondern dass die heutige B20 im Ort in eine verkehrsberuhigte Zone
umgewandelt werden kann, und dass damit der Ort wieder für Geschäfte, Biergärten usw. attraktiv wird.

Die B20 mit dem ständig zunehmenden Verkehr im Ort zu lassen, ist nicht zu verantworten, allein schon im Hinblick auf die Zukunft des
Ortsteils Gumpersdorf, die Sicherheit der Kinder auf der Straße und den Wertverlust jedes einzelnen Anwesens in der Nähe der B20. (Es
gibt heute schon Beispiele dafür, dass erfahrene Immobilienmakler Objekte in Gumpersdorf nicht mehr vermitteln wollen.) Die Zahl der
LKWs, die pro Tag durch den Ort donnern, wird sich aller Voraussicht nach weiter alle 10 Jahr verdoppeln und 2015 bereits 2100
Fahrzeuge erreichen (2010: 1440).

Die aktuell geplante Umgehung ist eine historische Chance für Gumpersdorf und darf nicht gefährdet werden. Die Einwohner und die
Verantwortlichen von Orten wie Brombach oder Reischach würden sich freuen, wenn die von ihnen dringend geforderten
Ortsumgehungen eine ähnlich gute Perspektive hätten, wie die von Gumpersdorf.