Jahreshauptversammlung des Fördervereins Umgehungsstraße Gumpersdorf  (Hier der Bericht aus der PNP vom 1.12.16)

Gumpersdorf. Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Umgehungsstraße Gumpersdorf standen Neuwahlen auf der Tagesordnung.
Mit einer Ausnahme bleibt die Führungsriege unverändert. Vorsitzender ist weiterhin Walter Meier, Stellvertreter Norbert Püschel. Die Kasse führt Ludwig Spermann.
Prüfer sind Ludwig Meier und Michael Hölzlwimmer. Als Schriftführerin fungiert Verena Oppholzer. Beisitzer sind Ilse Fink und – neu – Robert Holböck.

Zu Gast bei der Versammlung im Sportheim war Hermann Huber von der Servicestelle Pfarrkirchen des Staatlichen Bauamtes.
Er erinnerte daran, dass mit der Umgehung von Gumpersdorf die letzte Ortsdurchfahrt auf der B20 zwischen Tschechien und der A94 beseitigt werde.
Ziel sei die Entlastung des Ortes und des Ortsteiles Oberndorf. Es sei ein steiniger Weg gewesen, die 2,7 km lange Umfahrung in den vordringlichen Bedarf
des Bundesverkehrswegeplans zu bringen, so Huber. Dass dies gelungen sei, ist nach seinen Worten ein Verdienst vom Förderverein und der Politik.
Viele Fragen von Artenschutz bis Naturschutzrecht seien zu klären. "Das Rechtsverfahren kann sich ziehen", so Huber. Viel Energie sei gefragt.
Dass das Verkehrsaufkommen weiter zunehme, sei eine Tatsache. Und diese Entwicklung werde sich vermutlich beschleunigen, sobald die A 94 fertig gestellt ist.
Nächster Schritt ist laut Huber die Beantragung der Planfeststellung noch in diesem Jahr. Der Bund habe wegen unvorhersehbarem Verkehrsbedarf der Erarbeitung des Vorentwurfes zugestimmt.

Über Aktivitäten des vergangenen Jahres informierte Vorsitzender Walter Meier. Er erwähnte unter anderem die Fahrt nach Berlin im Oktober 2015,
wo die Liste der gesammelten Unterschriften der Bürger aus Zeilarn an Verkehrsminister Alexander Dobrint übergeben wurde.
Weiter habe man Hinweisschilder an den Ortsenden aufgestellt, um auf die große Verkehrsbelastung hinzuweisen.
Zudem stehe man in regelmäßigem Kontakt mit dem Bundestagsabgeordneten Max Straubinger.

Bürgermeister Werner Lechl nutzte die Gelegenheit, um die Geschichte dieses Vorhabens zu schildern. Seit 2006 beschäftigten sich der Förderverein und
die Gemeinde mit dem Projekt, sagte er. Anfangs sei es als unmöglich betrachtet und als nicht machbar abgestempelt worden.
Letztlich sei man auf der politischen Schiene doch noch auf ein offenes Ohr gestoßen.
Lechl dankte dem Förderverein für seinen Einsatz und lobte die Servicestelle in Pfarrkirchen. Auf diese habe man immer wieder zurückgreifen können.
"Wir bleiben dran bei der Umgehung", versicherte der Bürgermeister.

MdL Reserl Sem freute sich, dass man in Gumpersdorf mit der Umgehung so weit gekommen sei. Sie zollte allen Beteiligten Respekt.
Wichtig sei, miteinander zu reden und kleine Unklarheiten schnell zu beseitigen.

Den Kassenbericht legte Ludwig Spermann offen. Die Prüfer Ludwig Meier und Michael Hölzlwimmer bestätigten ihm einwandfreie Arbeit, die Entlastung der Vorstandschaft war Formsache.

Unter den Gästen der Versammlung waren auch die Bürgermeisterstellvertreter Karl Gschwendtner und Ilse Fink, mehrere Gemeinderäte und der Planer der Umgehung, Michael Bender.




Nach den Neuwahlen beim Förderverein: (von links) Bürgermeister Werner Lechl, MdL Reserl Sem, Ludwig Spermann,
Verena Oppholzer, Michael Hölzlwimmer, Ludwig Meier, Ilse Fink, Vorsitzender Walter Meier und Norbert Püschel.
− Foto: Schleindlsperger